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Mikrowellenfeuchtemessung

Wie bei allen zerstörungsfreien Feuchtemessverfahren wird der Feuchtegehalt des baustoffs indirekt bestimmt. Das Mikrowellenfeuchtemessverfahren gehört zu den dielektrischen Feuchtemessverfahren. Grundlage für diese Messverfahren ist die dielektrische Eigenschaft des Wassers, welche sich mit einer Dielektrizitätskonstante von DK= ~80 signifikant von der von Baustoffen (DK überwigend zwischen 2 und 6) unterscheidet.
Messtechnisch wird der dielektrische Verlust der eingestrahlten Mikrowelle in einer Reflexionsanordnung gemessen. Daraus lässt sich ein feuchteabhängiger Messwert bestimmen. Bei den für die Messung verwendeten Frequenzen über 2 GHz ist dieser feuchteabhängige Messwert unabhängig vom Salzgehalt im Baustoff. Details zum Messverfahren findet sich im Berichtsband zum feuchtetag '99 Umwelt-Meßverfahren-Anwendungen (Poster 10 bis 14) zu beziehen bei der DGZfP.

Neben der Unabhängigkeit des Messwertes vom Salzgehalt im Mauerwerk ist die schnelle, zerstörungsfreie Messung größerer Wandflächender große Vorteil dieses Messverfahrens. Darüberhinaus können durch den Einsatz verschiedener Messonden unterschiedlich große Eindringtiefen erzielt werden. Wir verfügen über eine Oberflächensonde (Eindringtiefe 2-3 cm) und eine Tiefensonde (Eindringtiefe 20-30 cm). Bei der Messung wird dabei ein bestimmtes Volumen des Baustoffs von den Mikrowellen erfasst. Die Messung liefert somit immer ein Messergebnis, welche dem Feuchtegehalt in diesem Messvolumen entspricht. Bei der Tiefenmessung wird somit ein näherungsweise zylindrisches Messvolumen gemessen deren Messergebnis der über dieses Volumen gemittelte Feuchtegehalt ist.

Obwohl das von uns verwendete Messgerät MOIST der Firma hf sensor für viele Baustoffe eine Eichkurve besitzt, ist in den meisten Fällen  eine exakte Feuchtebestimmung nicht möglich, da hierzu ein der zu messende Baustoff homogen sein muss. Unter realen Bedingungen am Bauwerk ist diese Vorraussetzung in dem meisten Fällen nicht erfüllt.

Es kann jedoch ein Feuchteindex gemessen werden, welcher eine relative Feuchteverteilung im Mauerwerk wiedergibt. Durch eine zusätzliche Probenentnahme lässt sich der Feuchteindex einem Feuchteghalt im Baustoff zuordnen. Aufgrund der Inhomogenitäten im Baustoff oder in der Baukonstruktion ist diese Kalibrierung niemals exakt, jedoch lässt sich in den meisten Fällen die Feuchteverteilung im Mauerwerk hinreichend genau bestimmen. Bei der Interpretation der Messergebnisse müssen deshalb Inhomogenitäten mit berücksichtigt werden.

Vorteile:

Nachteile:

Vorraussetzungen für die Messung: