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Details zur Feuchtemessung

Probenentnahme

Bei der Feuchtemessung spielt die Art und weise der Probenentnahme eine wichtige Rolle.
Die Probenentnahme muss so erfolgen, dass die Probe bei der Entnahme nur eine geringe und zeitlich relativ kurze Erwärmung erfährt und nach der Entnahme sofort luftdicht verpackt wird. 
Dies ist vor allem bei der Entnahme von Bohrkernen zu berücksichtigen, da sich bei der Trockenbohrung die Diamantbohrkrone stark erhitzt. Um den Fehler dabei möglichst gering zu halten, sollte der Durchmesser des Bohrkerns mindestens 50 mm betragen, bei harten Baustoffen deutlich mehr.
Idealerweise sollte die Probenentnahme durch Herausbrechen erfolgen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Gefüge der Probe nicht zu stark geschädigt wird, da ein intaktes Baustoffgefüge für die Bestimmung von hygrischer Feuchte und Sättigungsfeuchte elementar wichtig ist.
Die klimatischen Bedingungen (Lufttemperatur, rel. Luftfeuchte und Bauteiltemperatur) sollten bei der Entnahme protokolliert werden.

Darrmethode

Bei der Darrmethode wird ein aus dem Objekt entnommene Probe im Labor im Trockenschrank bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Je nach Baustoff erfolgt die Trocknung bei 40 °C, 70 °C oder 105 °C.
Erfolgt die Probenentnahme korrekt, so ist die Darrmethode die beste Methode zur Bestuimmung des Feuchtegehalts.

Hygrische Feuchte

Die hygrische Feuchte gibt an, wieviel Feuchtigkeit ein Baustoff bei einem bestimmten Klima aus der Umgebung aufnimmt. Andere gebräuchliche Bezeichnungen hierfür sind Sorptionsfeuchte, Gleichgewichstfeuchte oder Ausgkleichsfeuchte. Die Bestimmung der hygrischen feuchte ist besinders dann wichtig, wenn Salze im Baustoff eingelagert sind. Die Bestimmung der hygrischen feuchte erfolgt meist bei 80 % rel. Feuchte (dies nennt man auch den praktischen Wassergehalt). Je nach klimatischen Bedingungen zum Zeitpunkt der Probenentnahme (und der Tage zuvor) kann die Bestimmung der hygrischen Feuchte auch bei anderen Klimata sinnvoll sein.

Sättigungsfeuchte

Die Sättigungsfeuchte, oder Sättigungswert oder freiwillige Wassergehalt des Baustoffs, bezeichnet die Wassermenge, welcher ein Baustoff bei druckloser Wasserlagerung aufnimmt. Der Sättigunswert wird benötigt um einen Durchfeuchtungsgrad des Baustoffs bestimmen zu können.